Kunst-Licht-Objekte
Hanf ist ein traditionsreiches Material, sowohl in der Europäischen und Amerikanischen Kulturgeschichte, als auch in Asien. Als Ausgangsmaterial für Seile und Takelagen in der Schifffahrt, wurde es Jahrtausende lang verwendet, bevor es von Kunstfasern im letzten Jahrhundert abgelöst wurde. Landläufig bekannt als Abdichtungsstoff für Rohrinstallationen, erlebt gerade diese vegetabile Faser eine Newcomer-Erfolgsstory im Sektor der Bauindustrie, wo es als nachhaltiges Isolationsmaterial mit einem hohen Energiekoeffizient hervorragende Wärmedämmungsergebnisse liefert.
Auch der traditionsreiche Buchdruck kennt Hanf als Trägermaterial, lange bevor Papier aus Holz und anderen Stoffen hergestellt wurde. So ist beispielsweise die Gutenberg Bibel und die Amerikanische Verfassung auf Hanfpapier gedruckt worden.
In China und Japan, - insbesondere in Japan wird die Pflanzenfaser als „Heiliger Hanf“ bezeichnet, ist das vegetabile, fein-faserige Material, das an Rosshaar erinnert, seit dem 8. Jahrhundert bekannt und es wurden Lichtobjekte, Raumteiler, Paravants, Textilien etc. hieraus kunstvoll gefertigt.
Die Künstlerin Dagmar Atosha Wolf-Heger ist bei der Meisterin Kyoko Adanya-Baier (Tokyo/Wien), welche wiederum als Kostümbildnerin am Theater in Wien arbeitet, im Rahmen ihrer Studienzeit in die Lehre gegangen. Es entstanden zunächst zweidimensionale, reliefartige Flächen, die wiederum als dreidimensionale Hanf-Licht-Objekte mit Bambus zusammengefügt wurden. In der Vertiefung ihrer Studien entwickelte sie peu à peu dreidimensionale Objekte mit zunächst kugeligen, zylindrischen, unregelmäßigen Formen , bevor sie sich dem Thema Körper zuwendet und „Hemp Light Bodies“ erschafft (vgl. „Mutter mit Kind“, „Heilige Familie“). Aktuell erweitert sie ihr Konzept und entwirft Raum-Installationen für den Innen- & Aussenbereich.
